EU AI Act — KI-Omnibus Mai 2026
Was Mittelstandsbetriebe jetzt tun müssen
Der EU AI Act ist seit August 2024 in Kraft. Der KI-Omnibus vom Mai 2026 hat die Hochrisiko-Frist auf Dezember 2027 verschoben. Die Schulungspflicht und die Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte gelten trotzdem.
Das gilt nicht nur für KI-Hersteller. Wer ChatGPT, Copilot oder KI-gestützte Software nutzt, ist Betreiber im Sinne des Gesetzes. Und hat Pflichten.
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Betrifft das wirklich unseren Betrieb?
Ja, wenn Sie eines dieser Systeme einsetzen:
- →ChatGPT, Claude oder ähnliche Sprachmodelle
- →Microsoft Copilot in Word, Outlook oder Teams
- →KI-gestützte Kalkulationssoftware
- →Automatisierte Entscheidungssysteme in Produktion oder Einkauf
- →Bilderkennungs- oder Qualitätsprüfsysteme
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Die fünf Pflichten, die Sie kennen müssen
Der EU AI Act definiert konkrete Anforderungen für Betreiber von KI-Systemen. Das sind die fünf wichtigsten.
01
KI-Inventar
Sie müssen dokumentieren, welche KI-Systeme Sie einsetzen. ChatGPT, Copilot, KI-gestützte Buchhaltung oder Produktionsplanung: alles gehört ins Inventar.
02
Risikoklassifizierung
Jedes System wird einer Risikoklasse zugeordnet. Hochrisiko-Systeme unterliegen strengeren Auflagen. Die meisten Systeme im Mittelstand fallen in die niedrigen Kategorien.
03
Nutzungsrichtlinie
Sie brauchen eine interne Richtlinie, die regelt, wie Mitarbeitende KI-Systeme einsetzen dürfen. Das ist keine Empfehlung. Es ist Pflicht.
04
Schulungsnachweis
Seit Februar 2025 gilt die KI-Grundkompetenzpflicht. Mitarbeitende, die KI nutzen, müssen nachweislich grundlegende Kenntnisse über KI-Systeme haben.
05
Anbieter-Check
Sie müssen prüfen, ob Ihre KI-Anbieter die Anforderungen des EU AI Act erfüllen. Fehlende Konformitätserklärungen sind ein Haftungsrisiko.
Die Fristen im Überblick
August 2024
EU AI Act in Kraft getreten
Februar 2025
KI-Grundkompetenzpflicht gilt
Dezember 2026
Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte
Dezember 2027
Vollständige Compliance für Hochrisiko-KI
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Self-Assessment startenHäufige Fragen
Gilt der EU AI Act auch für kleine Betriebe?
Ja. Die Größe des Unternehmens spielt keine Rolle. Wer KI-Systeme einsetzt, ist Betreiber im Sinne des EU AI Act. Das gilt für ChatGPT, Copilot, KI-gestützte ERP-Funktionen und ähnliche Tools.
Was passiert, wenn wir nichts tun?
Bei Verstößen gegen die Schulungspflicht oder fehlender Dokumentation drohen Bußgelder bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Für den Mittelstand relevanter: fehlende Compliance kann bei Audits und Ausschreibungen zum Problem werden.
Was ist ein KI-Inventar und wie erstelle ich es?
Ein KI-Inventar listet alle KI-Systeme auf, die im Betrieb eingesetzt werden, mit Angaben zu Anbieter, Zweck und Risikoklasse. Unser Compliance-Check erstellt dieses Inventar als Teil der Analyse.
Wie lange dauert ein Compliance-Check?
Die Datenerhebung dauert einen halben Tag. Der vollständige Bericht mit Maßnahmenplan liegt in der Regel innerhalb von 5 Werktagen vor.
Was kostet das Self-Assessment?
Das Online-Self-Assessment ist kostenlos. Es zeigt Ihnen in 10 Minuten, welche Pflichten wahrscheinlich für Ihren Betrieb gelten. Für einen rechtsverbindlichen Compliance-Check bieten wir ein strukturierten Check an.